Ängste auflösen – Dein Weg zu mehr innerer Ruhe und Gelassenheit kann lebensverändernd sein

Du hast das Gefühl, dass du in Deinem Leben viele Ängste und Sorgen wahrnimmst? Ganz gleich, ob deine Gedanken dabei um dich und deine gegenwärtige Situation oder auch deine Zukunft kreisen oder um andere Menschen wie deine Eltern, deine Partnerschaft, Kinder, Freunde. Möglicherweise sorgst du dich auch um deine berufliche, finanzielle Situation oder deinen Gesundheitszustand. Andere Aspekte in Bezug auf Politik und Umwelt, die immer wieder in deinem Fokus sind, lösen in dir Gedanken von Unruhe oder gar Hoffnungslosigkeit aus. Körperempfindungen wie eine gewisse Beklemmung, Druck, Ziehen oder Stechen in deiner Brust, deinen Schultern und im Herzraum kommen dir bekannt vor? Ganz gleich was es auch ist, es gibt Wege, diese Ängste aufzulösen und mehr innere Ruhe und Gelassenheit zu finden. Und ja, du könntest dich jetzt fragen, ob das überhaupt möglich ist oder ob das für dich vorstellbar ist.

Ohne Angst, geht denn das?

Fallen dir direkt einige Situationen und Gedanken ein, die eher von Angst und Sorge bestimmt sind? Dann kannst du dir die Frage stellen wie es wäre, wenn du weniger in Angst, Sorge oder gar Panik wärst. Kannst du dir das leicht vorstellen oder scheint dir das derzeit noch eher „nicht realistisch“, ungewöhnlich oder sehr schwer wie du das erreichen kannst? Hier ein paar Beispielsätze, die dir vielleicht bekannt vorkommen:

  • Angst zu haben, das ist doch normal.
  • Man hat doch immer irgendwo Angst.
  • Angst ist doch auch wichtig.
  • Keine Angst zu haben wäre doch unnatürlich.
  • Ohne Angst, wie soll das gehen?
  • Ich kenne das nicht anders, als Angst zu haben.

Warum Ängste auftreten und wie sie uns beeinflussen können

Ängste können aus verschiedenen Gründen auftreten, sei es beispielsweise durch traumatische Erlebnisse, Stress, genetische Faktoren oder übernommene Verhaltensweisen und Glaubenssätze unserer Eltern und anderer Menschen. Sie beeinflussen uns oft mehr, als wir denken. Dies geschieht meist auf unbewusster Ebene. Du sagst vielleicht, dass du dich ängstlich oder unsicher fühlst. Mitunter kannst du auch schlecht schlafen und fühlst dich nicht erholt. Fühlst Anspannung und eine Reihe körperlicher Symptome. Da Angstmuster wie ein Programm in deinem Unterbewusstsein gespeichert sind, reagieren wir immer wieder gleich bei ähnlichen Situationen, Themen und Auslösern. Damit ist unser Verhalten vorhersagbar. Und somit ist auch unser Leben vorhersagbar. Un(ter)bewusst folgen wir immer wieder dem abgespeicherten Ablauf. Gedanken lösen Gefühle aus und führen zu immer wieder gleichen Verhalten.

Will ich daran etwas ändern? Möchte ich meinem Leben eine neue Richtung geben? Wenn ja, dann ist es hilfreich genauer zu verstehen was Angst überhaupt ist.

Was ist überhaupt Angst?

Einer Angst liegt eine negative Erfahrung der Vergangenheit zugrunde, die wir in unserem Denken, Fühlen und Handeln abgespeichert haben. Anders als man oftmals sagt „Angst sei ein Gefühl“, so ist Angst als Denken bzw. Verhalten zu sehen. Das, was du Angst nennst, entsteht erst aus einem Denken und löst Körperempfindungen aus, die du als drücken, ziehen, stechen, pochen wahrnimmst. „Angst“-Erfahrungen speichert dein Körper als Verkrampfungsmuster in deinem Körper. Bei ähnlichen Situationen, Themen und Auslösern greift dein System auf diese abgespeicherte Erinnerungsinformation zurück und spielt das damit verbundene Programm ab. Dir bekannte Körperempfindungen und Verhalten zeigen sich. Wenn nun ein solcher Gedanke im Ursprung auf eine alte Erfahrung zurückzuführen ist, dann können wir uns dies zu Nutze machen. Mit meiner Herangehensweise finden wir heraus, zu welchem Zeitpunkt dies das erste Mal geschehen ist. Das ist der Schlüssel. Und dabei musst du nicht erneut durch deine Angst gehen. Es darf gerne leicht sein, deine Ängste aufzulösen.

Das Reptiliengehirn ist nur dein Lebensretter

Das Stammhirn, oft auch als Reptiliengehirn bezeichnet, spielt eine zentrale Rolle bei der Verarbeitung von Ängsten und dient im Ursprung als Lebensretter. Das Reptiliengehirn ist der älteste Teil unseres Gehirns, der uns unterstützt. Hier werden Stressreaktionen gesteuert und es sorgt dafür, dass du in Gefahrensituationen schnell reagieren kannst. Doch manchmal kann es passieren, dass dieses System überreagiert und du Angst in Situationen empfindest, die eigentlich keine Bedrohung darstellen.

Bekanntlich sind Säbelzahntiger ausgestorben und du lebst nicht mehr in der Steinzeit. In unserem Lebensraum sind die meisten von uns eher selten bis gar nicht der Gefahr von wilden Tieren ausgesetzt. Den ein oder anderen wild gewordenen Hamster mal ausgenommen.

Verstehe, dass Angst eine natürliche Reaktion ist, allerdings ist sie nicht immer hilfreich, wenn du dein Leben so gestalten möchtest wie du es ohne Angst am liebsten tun würdest. Wenn keine Bedrohung für Leib und Leben besteht, ist Angst nicht dienlich. Wenn Veränderungen bei dir anstehen, tendiert das Gehirn dazu die Programme deines Reptiliengehirns abzurufen. Natürlich nur aus einem Grund: Um dich zu schützen und dein Überleben zu sichern.

Angst vor Veränderung und die Unsicherheit vor dem Unbekannten

Angst kann ein hilfreiches Mittel sein. Wenn du Angst vor Veränderung haben solltest, ist das evolutionär gesehen nur allzu verständlich. Mit einer Veränderung ist oft die Unsicherheit vor Unbekannten verknüpft und die potenzielle Gefahr für das eigene Leben.

Wenn wir in der Steinzeit das uns bekannte Revier verlassen und uns in unbekanntes Gebiet begeben haben, dann war damit große Unsicherheit verbunden. Das Überleben der Sippe war eventuell auch gefährdet, wenn ein Jäger nicht mehr zurückgekommen wäre. Denn keiner wusste welche Gefahren dort lauern würden. Das Gleiche bei einem veränderten Jagdverhalten oder sich schnell verändernden Witterungsbedingungen.

Angst vor Veränderung ist in unserem Gehirn schon seit unserer Geburt fest verankert. Was wir nicht kennen, stellt potenzielle eine Gefahr für das Überleben dar. Unser Gehirn liebt es deshalb, wenn Dinge gleich bleiben. Auch wenn sie „gleich gefährlich“ oder beschwerlich sind. Denn das Gehirn hat das eigene Verhalten angepasst und eine Überlebensstrategie einstudiert. Der Ablauf erfolgt unterbewusst und ist voll automatisiert und perfektioniert. Es weiß was zu tun ist.

Als in der Steinzeit noch Säbelzahntiger zu unseren natürlichen Feinden zählten, war dies selbstverständlich ausgesprochen nützlich.

Stresssituationen zeigen dein angelegtes Verhalten

Stell dir vor du wärst als Mensch in der Steinzeit auf der Jagd einer Gruppe Säbelzahntiger begegnet. Was würde passieren, wenn du lange mit deinen Jagdgefährten diskutiert hättest, was ihr bei der drohenden Gefahr tun solltet. Wer nicht im Magen eines Säbelzantigers enden wollte, hat sich auf seinen Urinstinkt verlassen und ist geflüchtet, wenn das die beste Option war. Alternativ hat sich die Gruppe von Jägern versteckt und haben sich in Erstarrung ruhig verhalten. Wenn eine direkte Konfrontation unvermeidbar war, mussten sie notgedrungen gegen die Säbelzahntiger kämpfen, um zu überleben. In solchen überlebenswichtigen Situationen hat uns seit Urzeiten unser Stammhirn geholfen.

Im Stammhirn werden Stressreaktionen gesteuert und sorgen dafür, dass du auch heute noch, in Gefahrensituationen schnell reagieren kannst. In unserer modernen Welt kann es passieren, dass wir Angst in Situationen empfinden und sich Angstsymptome zeigen, obwohl keine unmittelbare Bedrohung besteht. Das geschieht, wenn unser System überreagiert.

Das kann am Arbeitsplatz passieren, wenn wir in einem Meeting sitzen und dessen Ausgang ungewiss ist. Du kennst das vielleicht selbst oder durch Beobachtung, dass wenn in einer hitzigen Diskussion mit Kollegen oder dem Chef die Hände schwitzig werden, das Herz rast und die Gesichtsfarbe und Ohren zunehmend erröten. Das sind alles Auswirkungen, die von unserem Stammhirn aus veranlasst werden.

Strategien und Methoden um Ängste aufzulösen

Es gibt viele Strategien, um Ängste aufzulösen. Und es ist hilfreich, wenn du dir professionelle Hilfe suchst. Du wirst davon gehört oder gelesen haben, dass einige sagen man müsse durch seine Angst gehen. Und nicht immer ist diese Herangehensweise zielführend durch ein Wiedererleben der Situation bzw. durch Wiederholung deinen Körper und Geist umzutrainieren. Wie du bereits verstanden hast, folgt eine spezifische Angst einem definierten Muster, welches du abgespeichert hast. Dieses Muster (Gedanken, Gefühle, Gewohnheiten) und die damit verbundene Energie bzw. Energieblockade gilt es zu lösen, und zwar dort wo diese ursprünglich entstanden ist. Dort wo du sie in aller Regel übernommen hast. Und das ist die gute Nachricht! Es kann viel leichter sein Ängste aufzulösen, als du bislang für möglich gehalten hast. Wichtig dabei ist es, die dich schwächenden Energieblockaden aller wesentlichen Aspekte wieder stark zu machen.

Wenn du immer mehr Angstmuster auflöst, gelingt es dir Schritt für Schritt dein Leben selbstbestimmter zu leben. Du löst dich von deinen alten Programmierungen und damit auch von deinem „alten Leben“. Sieh es als Stärke an, wenn du dir ungeachtet was dir andere sagen, deinem Leben eine neue Richtung gibst, die viel mehr dem entspricht, wie du wirklich leben möchtest.

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